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Ausreichend Trinken - wichtig für Kopf und Körper

Warum muss man trinken?

Obwohl wir Menschen an Land leben, ist Wasser für uns überaus wichtig. Alle grundlegenden Funktionen im Körper hängen irgendwie von der Flüssigkeit ab: Es reguliert das Herz-Kreislauf-System und die Verdauung, es dient als Lösungsmittel für Salze und Mineralstoffe und ist Transportmittel sowohl für Nährstoffe als auch für Abbauprodukte. Ebenso für die Regulation der Körpertemperatur ist es essentiell: Durch Schwitzen, Atmen und die Ausscheidungen verliert der Körper Flüssigkeit, welche über Nahrung und Getränke wieder aufgenommen werden muss. Schon kleine Abweichungen von der normalen Wassermenge können Störungen erzeugen.

 

Box „Wusstet ihr?“

Der menschliche Körper besteht zu einem grossen Teil aus Wasser:

Bei einem Neugeborenen macht die Flüssigkeit etwa 70 bis 80 % des Körpergewichts aus,

im Alter von über 85 Jahren sind es nur noch etwa 45 bis 50%.

Der Anteil nimmt also mit dem Alter ab. Auch das Blut besteht zu etwa der Hälfte aus Wasser. Die grösste Menge befindet sich in den vielen Milliarden Zellen und etwa ein Drittel in den Zellzwischenräumen. 

Wann wird man durstig?

Schon ab einem Flüssigkeitsverlust von nur etwa 0,5 % spürt man als Erwachsener ein Durstgefühl. Je weiter der Wassergehalt abnimmt, desto stärker wird der Durst. Bei Kindern ist das Durstgefühl häufig noch nicht stark ausgeprägt. Sie merken manchmal erst spät, dass sie Durst haben. Was dann passiert? Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeiten vermindern sich, Kopfschmerzen und Müdigkeit treten auf.

 

Folgende Anzeichen weisen auf einen Wassermangel hin:

  • Deutlich gelber oder dunkel verfärbter Urin
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel
  • Trockenes Gefühl im Mund mit einer „klebrigen Zunge“
  • Schwächegefühl

Sehr fester Stuhl oder Verstopfung

Wie viel Flüssigkeit ist für mein Kind empfohlen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder zu wenig trinken, denn häufig vergessen sie das Trinken ganz einfach. Darum brauchen Kinder eine regelmässige Erinnerung daran. Lange Trinkpausen, gefolgt von einer plötzlichen, grösseren Flüssigkeitsaufnahme, tun dem Körper aber auch nicht gut. Am besten wird die empfohlene Trinkmenge über den Tag verteilt. Vielleicht gibt es im Unterricht sogar Trinkpausen? Wenn euer Kind dazu neigt, das Trinken zu vergessen, könnt ihr euch gemeinsam Rituale ausdenken: Zum Beispiel, dass es immer nach jeder Schulstunde ein paar Schlucke trinkt. Aber wie viel sollen Kinder denn eigentlich trinken?

 

Ganz schön viel! Etwa einen Liter sollten vier bis zehn jährige Kinder pro Tag an Wasser trinken. Wird viel gerannt oder Sport getrieben, auch mehr. Insgesamt liegt der Bedarf natürlich deutlich höher, doch auch über die Nahrung wird Flüssigkeit aufgenommen.

Box „Faustregel für die Flüssigkeitsaufnahme“

 

Pro Kilogramm Körpergewicht soll ein

  • 4 bis 7-jähriges Kind 75 ml,
  • 7 bis 10-jähriges Kind 60 ml,
  • 10 bis 13-jähriges Kind 50 ml,
  • Erwachsener 35ml

Flüssigkeit am Tag aufnehmen.

 

5 Tipps für mehr Freude am Trinken

 

  • Getränke in schönen oder besonderen Gläsern anbieten
  • Trinken mit dem Strohhalm macht Kindern Spass
  • Eine immer verfügbare Karaffe Wasser auf dem Tisch (auch dem Schreibtisch) ermuntert zum Trinken
  • Wasser mit Zitronen- oder Orangenscheiben oder mit frischer Minze schmeckt erfrischend und löscht gut den Durst

Kinder greifen öfter zur Trinkflasche, wenn sie diese selbst ausgesucht haben und ihr Lieblingsmotiv zu sehen ist 

Was sollen Kinder (nicht) trinken

Generell sollten Kinder vorzugsweise (stilles) Wasser trinken. Das füllt die Wasserspeicher in und zwischen den Zellen am besten und schnellsten wieder auf und wirkt spitzenmässig gegen Durst.

 

Tee

Als Alternative und mit etwas mehr Geschmack sind ungesüsste Früchte- oder Kräutertees gut geeignet. Wenn ihr Kräuter wie Pfefferminze im Garten oder in einem Topf auf dem Balkon zieht, könnt ihr einen leckeren, frischen Tee selbst machen. Das sieht schön aus und euer Kind lernt gleichzeitig, wie Tee eigentlich hergestellt wird. Aber natürlich sind auch Teebeutel eine feine Sache.

 

Bei Kräutertees wird manchmal vergessen, dass viele Pflanzen auch medizinische Wirkungen haben. Darum ist es ratsam, bei frischen Kräutern oder hochwertigen Kräutertees (z.B. aus der Apotheke) die Sorte regelmässig zu wechseln. Die Heilwirkung von Tees aus dem Supermarkt ist allerdings eher gering.

 

Kräuter- oder Früchtetees können warm oder kalt getrunken werden. Aber: Grün- oder Schwarztee ist wegen des Teeins und anderen anregenden Stoffen nicht für Kinder geeignet. Vorsicht ist deswegen auch bei industriell hergestelltem Eistee geboten, denn der ist oft auf der Basis von schwarzem Tee angesetzt und meist stark gesüsst.

 

Saft

Fruchtsäfte enthalten viel Zucker und Säuren. Daher sollten sie nicht in grossen Mengen und wenn, dann vor allem als Saftschorlen getrunken werden. Ein Glas pro Tag gemischt im Verhältnis 1 Teil Saft, 2 oder 3 Teile Wasser ist aber unbedenklich.

 

Der Zucker in Säften und anderen zuckerhaltigen Getränken ist in der heutigen Zeit für einen Teil des Übergewichts – auch schon bei Kindern – verantwortlich. Ausserdem schädigt Zucker die Zähne.

Box "Wusstet ihr?"

... dass ein Smoothie sogar mehr Zucker enthält als Cola? Cola: ca. 21g
Smoothie: ca. 27g

Softdrink

Zuckerhaltige Getränke wie Limonade sind noch aus einem weiteren Grund nicht zu empfehlen: Der Zucker bewirkt einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Kurzzeitig ist dann zwar viel Energie verfügbar, doch schon nach 30 bis 60 Minuten sackt der Blutzuckerspiegel rasant in den Keller und hinterlässt das Kind mit einem Heisshunger auf Süsses, Müdigkeit und der Unfähigkeit, sich zu konzentrieren. Wie soll man da noch dem Lehrer zuhören, Hausaufgaben machen oder Vokabeln lernen?

 

Koffeinhaltige Getränke sind für Kinder ebenfalls tabu oder sollten zumindest eine seltene Ausnahme darstellen, denn Cola & Co können Kinder unruhig machen, den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen und für Schlafstörungen am Abend verantwortlich sein.

In der Schule: Das darf in die Flasche

Für die Schule eignet sich eine schöne Flasche mit einem dichten Verschluss. Wenn die Flasche eurem Kind gefällt, trinkt es auch lieber daraus. Versprochen! Enthalten sein sollte nur Wasser oder Kräuter-/Früchtetee. Um den Tee warm zu halten, könnt ihr eine kleine Thermoskanne verwenden. Diese Grösse passt meist noch gut in den Schulthek. Softdrinks und andere gesüsste Getränke sind nicht zu empfehlen und sind in den meisten Schulen sowieso verboten.

Milch eignet sich nicht als Getränk, denn sie gilt eher als ein Nahrungsmittel. Milch enthält viele wichtige Vitamine und Nährstoffe, z.B. Eiweiss. Zu viel Eiweiss kann jedoch die Nieren belasten. Auch der enthaltene Milchzucker (Laktose) sollte nur in Massen aufgenommen werden, denn ebenso wie andere zuckerhaltige Getränke, kann zu viel Milch die Entstehung von Übergewicht begünstigen. Pro Tag werden höchstens 350 bis 400ml Milch empfohlen. Zu dieser Menge zählen auch andere Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark.

Es mag komisch klingen, aber Kinder können sich gut ans Wassertrinken gewöhnen. Sie merken ja selbst am besten, dass das klare, immer verfügbare Getränk den Durst am besten löscht. Und für den Wunsch nach etwas mehr Geschmack gibt es viele leckere Alternativen.

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