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Sicher zur Schule und nach Hause - Grundregeln im Strassenverkehr

Erwachsenen bleibt manchmal der Mund vor Sorge offen stehen, wenn sie sehen wie unbedacht sich Kinder im Strassenverkehr bewegen – und wie sie sich dadurch in Gefahr bringen. Doch es gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Was euch innerhalb von vielen Jahren in Fleisch und Blut übergegangen ist, muss euer Kind erst erlernen.

 

Kinder nehmen natürlich schon früh am Strassenverkehr teil. Doch es dauert ziemlich lange, bis ein Kind alle notwendigen Fähigkeiten verinnerlicht hat und sicher umsetzen kann. Als Fussgänger sind Kinder frühestens mit 10 Jahren soweit, den umfangreichen Anforderungen des Strassenverkehrs gewachsen zu sein.

 

Der Touring Club Schweiz (TCS) schreibt, dass Kinder unter 7 Jahren 3 bis 4 Sekunden benötigen, um ein stehendes Auto von einem langsam fahrenden zu unterscheiden. Auch das Sehvermögen, die Fähigkeit zur Ortung, woher Geräusche kommen, und die Motorik ist bis zum 11. Lebensjahr noch nicht ausreichend ausgebildet. Hinzu kommt die geringe Körpergrösse, die es für Schulkids deutlich schwieriger macht, den Überblick zu bekommen. All das trägt dazu bei, dass das Unfallrisiko für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren doppelt so hoch ist wie für Erwachsene.

 

Wusstet ihr…?

…dass die Wahrnehmung bei Kindern stark durch Vorstellungen und Gefühle geleitet wird?

(Tag-)Träume und Vorstellungen sind für Kinder genau so real, wie ihre tatsächlichen Wahrnehmungen.

Welche Verkehrsregeln muss euer Kind in welchem Alter kennen?

Sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen, stellt für euren Schulanfänger wahrscheinlich eine grosse Herausforderung dar. Autos, Mopeds, Velofahrer, Busse und Strassenbahnen fahren alle "irgendwie durcheinander". Klar, dass das Stress für Erstklässler bedeutet, besonders, weil sie oft mit ihren Gedanken ganz woanders sind. Eltern und Lehrer können den Kindern aber dabei helfen, den Schulweg sicher zu meistern.
Für den Schulweg in die Primarschule sind vor allem drei Aspekte besonders wichtig:

Spielerisch Verkehrsregeln üben

Da es eine Weile dauert, bis die Regeln eingeprägt sind, solltet ihr mit dem Üben der generellen Verkehrsregeln einige Wochen bis Monate vor dem Eintritt in die Schule beginnen.

Steht oder fährt das Auto?

Kinder brauchen mehrere Sekunden, um festzustellen, ob ein Auto in der Ferne steht oder fährt. Regelmässiges Üben kann die Wahrnehmung verbessern.

Ist das Auto schnell oder langsam?


Für Kinder ist ein fahrendes Auto ein fahrendes Auto. Die Geschwindigkeit, mit der es sich bewegt, können sie noch nicht einschätzen. Zur Veranschaulichung könnt ihr zählen, wie lang ein Auto braucht, bis es euch angekommen ist.

Was macht der denn da?


Kinder orientieren sich stark an Vorbildern oder Grösseren. Das können ältere Freunde oder Mitschüler sein oder auch Erwachsene. Beim Warten an einer Ampel oder der Bushaltestelle bietet es sich an, andere Menschen im Strassenverkehr zu beobachten. Was machen sie gut, was nicht? Warum ist das gefährlich gewesen? Wie wäre es besser gewesen? 

Bist du ein Vorbild?

Als Eltern werdet ihr von eurem Kind bis zur Pubertät angehimmelt. Mama und Papa können alles, wissen alles, machen alles am besten. Das schmeichelt der Seele, bringt aber auch Verantwortung mit sich. Denn das, was ihr als Eltern vorlebt, übernimmt euer Kind quasi automatisch. Darum gilt auch im Strassenverkehr: Denkt an eure und auch an andere Kinder und verhaltet euch vorbildlich.

Sicher zur Schule

Vielleicht ist der Schulweg die erste Strecke, die euer Kind bald ganz alleine zurücklegen soll. Nach den ersten Tagen oder Wochen, in denen ihr es noch begleitet, wird es bald auch ohne Mama oder Papa losziehen. Damit euer Kind auch sicher und gut in die Schule und wieder nach Hause kommt, haben wir einige Tipps für euch:

  • Den sichersten Schulweg wählen
    Häufig ist der sicherste Weg nicht der kürzeste. Das bisschen mehr Zeit sollte es aber wert sein, damit euer Kind so ungefährdet wie möglich unterwegs ist. Geht in den Monaten vor Schulbeginn wachsam durch euer Viertel und sucht gemeinsam nach dem besten Schulweg. Sicher bedeutet, dass euer Kind möglichst wenige Strassen ohne Ampel oder Fussgängerübergang (Zebrastreifen) überqueren muss. Riskante Übergänge sollten gesichert sein. Erklärt eurem Kind immer wieder, wo welche Herausforderungen warten und worauf es achten muss.
  • Rechtzeitig üben
    Euer Kind kennt sich im Quartier schon gut aus? Umso besser! Aber wahrscheinlich hat es sich bisher darauf verlassen können, dass ihr aufpasst. Wenn euer Kind aber bald alleine oder nur zusammen mit anderen Kindern in die Schule gehen wird, muss es selbst auf den Weg achten und die Gefahrenstellen kennen. Übt daher bereits mehrere Wochen vor dem Schulbeginn gemeinsam den Schulweg und das Überqueren von Strassen. 
  • Die erste Zeit gemeinsam gehen
    Den ersten Schultag bestreitet ihr als Familie womöglich gemeinsam. Doch auch in den ersten Wochen ist für euer Kind so vieles neu und ungewohnt, dass ihr es unterstützen könnt, wenn ihr es auf dem Schulweg begleitet. Nach und nach kann dann der Schulweg auch alleine oder zusammen mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft gegangen werden.
  • Die Sichtbarkeit erhöhen
    Kinder werden im Strassenverkehr schon wegen ihrer Körpergrösse leichter übersehen. Darum ist es wichtig, die Sichtbarkeit zu erhöhen: Helle Kleidung wird besser wahrgenommen als dunkle. Reflektorflächen am Schulthek oder an der Kleidung helfen ebenfalls dabei, dass euer Kind auch bei schlechten Lichtverhältnissen rechtzeitig erkannt wird.
  • Keine Hektik aufkommen lassen
    Kinder haben kein richtiges Zeitgefühl, sie sind in ihrem Rhythmus. Wenn sie sich beeilen müssen, werden sie schnell leichtsinnig, sind abgelenkt und achten weniger auf mögliche Gefahrensituationen. Deshalb sollte morgens immer ausreichend Zeit eingeplant werden.
  • Geh nicht mit Fremden mit!
    Ein wichtiges Thema, für das man das eigene Kind schon früh sensibilisieren sollte: Es kann es von fremden Leuten angesprochen werden. Zwar weiss man oft nicht, in welcher Absicht das geschieht, doch euer Kind sollte verinnerlicht haben, wie es in einem solchen Fall reagieren soll. Viele Schulen bieten, teilweise in Zusammenarbeit mit der Polizei, Elternabende oder sogar Kurse für Kinder an. Dort wird gemeinsam das beste Vorgehen geübt. Wichtig ist, dass das Kind lernt, „Nein“ zu sagen, dass das akzeptiert werden muss und dass es sich laut wehren darf, wenn das nicht der Fall ist. 

Mit dem Rad unterwegs

In der Regel findet in der 5. Klasse die Veloprüfung statt. Dann sind die Kinder in einem Alter, in dem sie sich schon recht gut auf den Verkehr konzentrieren können. Zugleich besitzen sie jetzt die motorischen Fähigkeiten, um sicher Velo zu fahren, abzubiegen und auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten. So verlockend es ist, vor dem Ablegen der Veloprüfung sollten Kinder nicht mit dem Velo zur Schule fahren. Der TCS bietet online ein Velo-Quiz, mit dem das Kind seine Fähigkeiten testen kann. Auch unter iLearn.ch lassen sich Fragen zu Verkehrsregeln beantworten.

Mit dem Schulweg, den euer Kind alleine geht, fängt es an: ein weiteres Stück Freiheit und Selbstständigkeit. Mit liebevoller Begleitung und der intuitiv richtigen Mischung aus Gelassenheit und Beharrlichkeit bewegt sich auch euer Kind bestimmt bald sicher im Strassenverkehr!

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